Foto: Volker Uerlings/Dürener Zeitung

Geschichte der Gödersheimer Burg

Die Niederungsburg wurde erstmals im Jahre 1343 erwähnt und befand sich zu jener Zeit im Besitz der Familie von Gödersheim. 1373 erschien ein Johann von Vlatten als ihr Besitzer.

Der Juncker Goedert van Goedersem (Goedert von Goedersheim), war im 15. Jahrhundert (ca. 1440) Mitglied der St. Sebastianus-Schützen von Nideggen.

Durch Heirat kam die Burg im Jahr 1474 an die Herren von Lülsdorf. Mitglieder dieser Familie errichteten um 1500[die heute als Ruine erhaltene Wasserburg. 1630 erwarb die Familie von Rohe genannt Obsinnich die Anlage von den Lülsdorfs, ehe sie spätestens 1642 durch Heirat an Gotthard von Merode-Hohenfels kam. Sein Sohn Johann Wilhelm und dessen Frau Anna Maria von Holtorp ließen wohl das Zwingertor umgestalten, wovon bis etwa zum Ende des 19. Jahrhunderts ihr gemeinsames Wappen und die Jahreszahl 1708 im Giebelfeld des Tores zeugten.

Auf der zwischen 1801 und 1828 unter Jean Joseph Tranchot durchgeführten Topographische Aufnahme der Rheinlande ist der Ort als Juderscheim eingezeichnet.

Als mit dem Tod Regine Petronellas von Merode die Familienlinie 1826 erlosch, kam die Burg Gödersheim – ebenso wie die Burg Jüngersdorf – per Erbschaft an die Familie des Düsseldorfer Rentmeisters Graef, dessen Erben den Besitz in mehreren Teilen verkauften. Die Burg erwarb die Familie Meiss aus Wollersheim. Einige ihrer Mitglieder bewohnten das Burghaus noch bis zum Jahr 1865, dann verfiel die Anlage allmählich und wurde zur Ruine.

Im Juni 2020 wurde bekannt, dass die Burg wieder aufgebaut werden soll.

Text entnommen: https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_G%C3%B6dersheim, Abruf: 20.12.2024

Foto: Volker Uerlings/Dürener Zeitung