Gödersheimer Mühle
Dr. Helmut Waldmann erwarb die Mühle im Jahr 1973 und baute sie mit Hilfe seiner damaligen Ehefrau Hella Waldmann (verstorben 08.06.2017) wieder auf. Das Mühlhaus dient heute als gemütliches Wohnhaus.
Zum geschichtlichen Hintergrund:
Die Gödersheimer Mühle gehört zu einer Folge von Mühlenanlagen entlang dem Neffelbach. Der Mühlenkomplex ist wohl die älteste Mühlengründung, ehemalige Fensteröffnungen am Haupthaus weisen auf eine Entstehungszeit im 16. Jh. hin. Das Herrenhaus (Haupthaus), ein 2-gesch. Bruchsteingebäude mit Walmdach birgt auch die Mühlenanlage, deren Mahlstühle noch vorhanden sind. Die Architekturmerkmale, wie ursprüngliche Sandsteingewände und Eckquaderung entsprechen denen, der nahegelegenen Burgruine Gödersheim aus dem 15. –16. Jh. Die Wirtschaftsgebäude, die mit dem Herrenhaus eine Dreiflügelhofanlage bilden, sind in Fachwerkbauweise erstellt und im 17. Jh. entstanden. Im hinteren Bereich befindet sich ein Backhaus aus Sandsteinmauerwerk. Das Gehöft ist wegen seiner Einheit und Geschlossenheit von besonderem Wert. Fast alle ursprünglichen Gebäude und Anlagen sind noch erhalten und ihre ehemalige Funktion ablesbar. Die Hofanlage ist für die Siedlungsgeschichte der Stadt Nideggen von besonderem Wert und gibt Aufschluß über Arbeits- und Produktionsverhältnisse sowie die Lebensweise der damaligen Zeit. Für die Erhaltung der Gebäude liegen volkskundliche und baugeschichtliche Gründe vor, es besteht ein besonderes öffentliches Interesse.